Kubicki als einziger FDP-Kandidat: Habeck zweifelt an seiner Fähigkeit zur Parteineuerung
Nina BrandtKubicki als einziger FDP-Kandidat: Habeck zweifelt an seiner Fähigkeit zur Parteineuerung
Die Freie Demokratische Partei (FDP) wählt an diesem Samstag auf ihrem Bundesparteitag einen neuen Vorsitzenden. Wolfgang Kubicki ist der einzige Kandidat für den Parteivorsitz. Seine mögliche Wahl hat bereits scharfe Kritik von politischen Gegnern ausgelöst.
Robert Habeck, Co-Vorsitzender der Grünen, äußerte sich in einem Interview mit dem Spiegel zu Kubickis Ambitionen. Er argumentierte, dass Kubicki die FDP nicht in die Partei verwandeln werde, die Deutschland brauche. Zwar räumte Habeck ein, dass Kubickis Stil kurzfristige Erfolge bringen könnte, doch zweifelte er daran, dass der erfahrene Politiker die Partei neu erfinden könne.
Habeck ging noch weiter und sprach von einem „offensichtlichen Vakuum“ in der deutschen Politiklandschaft. Zwar gebe es Raum für eine starke liberale Kraft, doch unter Kubicki werde es der FDP nicht gelingen, diese Lücke zu schließen, betonte er. Der Grünen-Chef bezeichnete das Fehlen einer solchen Partei sogar als ein Problem „im Kern unserer Demokratie“.
Auf dem Parteitag der FDP wird an diesem Wochenende über Kubickis Führung entschieden. Seine Wahl fällt in eine Phase der Skepsis über den Kurs der Partei. Habecks Äußerungen unterstreichen die grundsätzliche Debatte darüber, ob Deutschland eine erneuerte liberale Bewegung braucht.






