07 June 2026, 08:14

Lissabons CSD-Demo 2024: 50.000 kämpfen für LGBTI+-Rechte gegen politischen Rückschlag

"Kein Schweigen, keine Angst": Etwa 50.000 Menschen marschieren in Lissabon für LGBTI-Rechte

Lissabons CSD-Demo 2024: 50.000 kämpfen für LGBTI+-Rechte gegen politischen Rückschlag

Tausende bei Lissabons 27. CSD-Demo: „Kein Schweigen, keine Angst – wir existieren und wir wehren uns“

Am Samstag zogen Tausende durch die Straßen Lissabons zum 27. LGBTI+-Pride-Marsch der Stadt. Unter dem Motto „Kein Schweigen, keine Angst: Wir existieren und wir wehren uns“ startete die Demonstration um 17 Uhr am Marquês-de-Pombal-Platz. Die Veranstalter warnten vor wachsenden Bedrohungen für die Rechte von LGBTQI+-Personen angesichts der sich wandelnden politischen Landschaft in Portugal.

Rund 50.000 Menschen nahmen am Marsch teil – ebenso viele wie im Vorjahr –, wobei für 2025 mit noch größeren Teilnehmerzahlen gerechnet wird. Die Kundgebung vereinte 17 Vereine und Kollektive, die sich für LGBTI+-, feministische und antirassistische Belange einsetzen. Viele Demonstranten trugen Plakate, mit denen sie sich gegen aktuelle Versuche aussprachen, den Schutz von geschlechtlicher Identität und Ausdruck zurückzudrängen.

Helder Bértolo, einer der Organisatoren, äußerte Besorgnis über ein parlamentarisches Vorhaben, das Gesetz 38/2018 abschaffen will – jenes Gesetz, das das Recht auf Selbstbestimmung der Geschlechtsidentität garantiert. Er betonte, dass viele Teilnehmer das Gefühl hätten, ihre Rechte würden direkt angegriffen. Der Abgeordnete Paulo Muacho von der Livre-Partei unterstrich diese Dringlichkeit und verwies auf eine radikalisierte Rechte, die gezielt LGBT-Personen ins Visier nehme und ihre rechtlichen Errungenschaften demontieren wolle.

Joana Mortágua vom Linksblock hielt eine Rede und äußerte Trauer darüber, dass der Marsch in einer Zeit stattfinde, in der ein konservativer Backlash an Fahrt gewinne. Das Pride-Marsch-Organisationskomitee bekräftigte diese Botschaft und erklärte, jüngste politische Entwicklungen hätten LGBTQI+-Menschen und ihre Familien in Gefahr gebracht. Man warne davor, dass hart erkämpfte Fortschritte nun wieder rückgängig gemacht würden.

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Die Demonstration endete mit Aufrufen zum weiteren Widerstand gegen Bestrebungen, die Rechte von LGBTQI+-Personen zu schwächen. Sowohl Organisatoren als auch Teilnehmer betonten die Notwendigkeit von Wachsamkeit, da rechtliche und gesellschaftliche Herausforderungen zunähmen. Die hohe Beteiligung zeigte deutlich die breite öffentliche Ablehnung der Pläne, den Schutz von geschlechtlicher Identität und Ausdruck einzuschränken.

Quelle