Mann in Zwangsjacke ketten sich vor Magdeburger Dom an – Protest gegen Bundesintervention
Nina BrandtMann in Zwangsjacke ketten sich vor Magdeburger Dom an – Protest gegen Bundesintervention
Ein 43-jähriger Mann hat sich vor dem Magdeburger Dom auf ungewöhnliche Weise angekettet, um zu protestieren. Maik Sawatzke, in einen weißen Zwangsjacke gekleidet, demonstriert damit gegen eine mögliche Bundesintervention in Sachsen-Anhalt. Seine Frau Uta versorgt ihn während der Aktion mit Pralinen und Sekt.
Sawatzkes Protest fällt in die Zeit vor den Landtagswahlen, bei denen die rechtspopulistische AfD einen Sieg erringen könnte. Er lehnt die Kontrolle durch die Bundesregierung ab, bezeichnet Politiker aus Berlin als „Verbrecher“ und vergleicht eine Intervention mit Zwang. Zu seinen Forderungen gehören mehr Freiheiten für Sachsen-Anhalt – etwa die Legalisierung von FKK-Sonnenbaden und ein Ende von Zwangsehen.
Der Protestierende arbeitet als professioneller Quizkandidat und war gelegentlich als Mietdemonstrant tätig, unter anderem für die AfD. Trotz des gemeinsamen Nachnamens sind Sawatzke und seine Frau nicht standesamtlich verheiratet. Uta beschreibt sich selbst als „Hausfrau im besten Sinne des Wortes“ und behauptet, in einem Kreuzworträtsel als „Naumburger Stifterfigur“ erwähnt zu werden.
Erst kürzlich erlebte Sawatzke einen Einbruch in sein Haus, bei dem ihm während eines Quiz seine Geldbörse gestohlen wurde. Sein Protest sorgt aufgrund des Zeitpunkts und der ungewöhnlichen Methode für Aufmerksamkeit.
Die Demonstration unterstreicht die Spannungen um die Bundeskompetenz, während Sachsen-Anhalt vor einer entscheidenden Wahl steht. Sawatzkes Aktionen mögen theatralisch wirken, spiegeln aber breitere Sorgen um regionale Autonomie wider. Das Wahlergebnis könnte darüber entscheiden, ob die AfD in dem Bundesland an Einfluss gewinnt.






