19 April 2026, 12:16

Martin Günther will Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit im EU-Parlament verbinden

Plakat mit dem Titel "Humoristische Karte von Europa im Jahre 1870" mit einer Karte von Europa umgeben von Karikaturen.

Martin Günther will Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit im EU-Parlament verbinden

Martin Günther, ein 43-jähriger Wirtschaftswissenschaftler und Mitglied der Partei Die Linke, zog im Juni 2024 als Abgeordneter ins Europäische Parlament ein. Er folgte auf Carola Rackete, die ihr Mandat im September 2023 niederlegte. Als vollwertiges Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit übernimmt Günther nun eine anspruchsvolle Rolle bei der Gestaltung der EU-Politik.

Seit seinem Amtsantritt hat Günther klare Prioritäten gesetzt. Für ihn ist der Kampf gegen den Klimawandel die drängendste gesellschaftliche Frage dieses Jahrhunderts. Sein Fokus liegt darauf, Großkonzerne und Industrienationen für ihre Treibhausgasemissionen zur Verantwortung zu ziehen.

Ein weiterer zentraler Schwerpunkt seiner Arbeit ist die wirtschaftliche Transformation. Günther setzt sich für einen Wandel ein, der Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit verbindet. Gleichzeitig räumt er ein, dass die Herausforderungen enorm sind – die parlamentarische Arbeit auf EU-Ebene bezeichnet er als zermürbend und in ihren Ergebnissen oft ungewiss.

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Über den Umweltschutz hinaus ist Günther entschlossen, dem Erstarken der extremen Rechten im Europäischen Parlament entgegenzutreten. Zudem sieht er die europäische Integration als ein grundlegend linkes Projekt, das kontinuierlichen Einsatz zu seiner Verteidigung erfordert.

Sein Amtsantritt fällt in eine kritische Phase für Regionen wie Brandenburg. Durch geplante Änderungen bei den EU-Fördermitteln könnte das Land mindestens die Hälfte seiner jährlichen Finanzhilfen aus Brüssel verlieren.

Günthers Amtszeit beginnt mit einer klaren Agenda: die Bekämpfung des Klimawandels, die Abwehr rechtsextremer Einflüsse und die Neuausrichtung der Wirtschaft. Seine Position im Umweltausschuss bietet ihm eine direkte Plattform, um diese Ziele voranzutreiben. Gleichzeitig wird die mögliche Kürzung der EU-Mittel für Brandenburg seine Fähigkeit auf die Probe stellen, Ressourcen für seine Heimatregion zu sichern.

Quelle