19 June 2026, 14:13

Marzahner Pride Week startet mit Umzug und Fest gegen Hass und Ausgrenzung

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahner Pride Week startet mit Umzug und Fest gegen Hass und Ausgrenzung

Marzahner Pride Week feiert siebte Auflage mit Demonstrationszug durch den Bezirk

Die Marzahner Pride Week geht in ihre siebte Runde – mit einem Umzug durch den Stadtteil. Die von Quarteera e.V. organisierte Veranstaltung beginnt um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten. Eröffnungsreden halten Vanessa Krah, die Queer-Beauftragte des Bezirks, und Gordon Lemm.

An den Zug schließt sich ab 14:30 Uhr ein queeres Nachbarschaftsfest an, mit Konzerten, DJ-Sets, Streetfood und weiteren Angeboten. Quarteera e.V., die Initiator:innen der Veranstaltung, setzt sich für queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus ein.

Marzahn ist bekannt für seine vielfältige Bevölkerung mit vielen Bewohner:innen mit Migrationshintergrund. Gleichzeitig ist der Bezirk immer wieder Schauplatz rechtsextremer Propaganda und Akteur:innen. Berichte verzeichnen eine Zunahme körperlicher Angriffe auf marginalisierte Gruppen.

2023 war die Marzahner Pride selbst Ziel rechtsextremer Drohungen, insbesondere durch die neonazistische Gruppe „Deutsche Jugend Voran“. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen in Deutschland mit Angriffen, Störungen oder Einschüchterungsversuchen konfrontiert. Bisher gibt es in diesem Jahr keine konkreten Hinweise auf rechtsextreme Mobilisierungen gegen die Marzahner Pride. Dennoch warnt Krah vor falscher Sicherheit – in der Vergangenheit kam es immer wieder zu spontanen Gegenprotesten und gezielten Einschüchterungen.

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Die Veranstaltung findet wie geplant statt, die Organisator:innen und lokalen Behörden bleiben wachsam. Der Umzug und das Fest sollen queere Sichtbarkeit und Gemeinschaft in Marzahn feiern. Die Sicherheitsvorkehrungen werden voraussichtlich die anhaltenden Bedenken wegen rechtsextremer Aktivitäten im Bezirk widerspiegeln.

Quelle