Minimales Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch die Gefahr blieb aus
Matteo KrauseMinimales Leck im stillgelegten AKW Philippsburg – doch die Gefahr blieb aus
Kleines Leck im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg am 10. März 2026 entdeckt
Im stillgelegten Block 1 des Kernkraftwerks Philippsburg wurde am 10. März 2026 ein geringfügiges Leck festgestellt. Betroffen waren zwei Rohrverbindungen an einem Wassertank, die durch Korrosion beschädigt waren. Behörden bestätigten jedoch, dass von dem Vorfall keine Gefahr für Menschen oder die Umwelt ausging.
Das Leck trat in einem aktiven System auf, das für die Eindämmung radioaktiver Stoffe ausgelegt ist. Der betroffene Bereich blieb innerhalb der kontrollierten Zone des Kraftwerks, sodass keine Kontamination über das Geländes hinausgelangte. Die ausgetretene Flüssigkeit wurde sicher über einen Bodenablauf in das vorgesehene System für radioaktive Abwässer geleitet.
Mitarbeiter dichteten die Undichtigkeiten umgehend mit Schellen ab. Unter den betroffenen Rohren wurden Spuren von Radioaktivität nachgewiesen, die jedoch für das Personal unbedenklich waren. Die zuständigen Stellen stuften den Vorfall nach den deutschen Meldepflichtregeln für kerntechnische Anlagen als Kategorie N ein, was eine standardmäßige Meldung erfordert.
Auf der internationalen Bewertungsskala INES wurde das Ereignis mit der Stufe 0 bewertet, was auf eine vernachlässigbare sicherheitstechnische Bedeutung hinweist. Für die Zukunft sind nun Pläne zum Austausch des beschädigten Wassertanks vorgesehen. Sämtliche deutschen Kernkraftwerke – einschließlich Block 1 in Philippsburg – waren bereits bis April 2023 endgültig abgeschaltet worden.
Dank des stillgelegten Status der Anlage und der bestehenden Sicherheitsvorkehrungen blieb der Vorfall ohne Folgen für Beschäftigte oder die Umgebung. Bisher liegen keine weiteren öffentlichen Aufzeichnungen oder offizielle Stellungnahmen zu dem Ereignis vor.






