Renk sichert Großauftrag für Puma-Panzer – doch die Aktie fällt überraschend
Theo SchmidtRenk sichert Großauftrag für Puma-Panzer – doch die Aktie fällt überraschend
Renk, ein auf Antriebstechnik spezialisiertes Unternehmen aus Augsburg, hat einen Großauftrag für die Lieferung von Getrieben für die Puma-Schützenpanzer der Bundeswehr erhalten. Der Deal umfasst 188 HSWL-256-Getriebe, deren Auslieferung Anfang 2026 beginnen soll. Trotz der positiven Nachricht gab die Aktie des Unternehmens am Freitag um 3,12 % nach und schloss bei 47,12 Euro.
Der neue Vertrag erweitert Renks bestehende Verpflichtungen im Rahmen des Puma-Programms. Mit dieser Ergänzung steigt die Gesamtzahl der zu liefernden Getriebe auf 213 Einheiten, die zwischen Mitte 2027 und Ende 2030 ausgeliefert werden sollen. Die Renk-Tochter Horstman Group wird zudem passende hydropneumatische Federungssysteme für die Fahrzeuge liefern.
Für das Jahr 2026 rechnet Renk mit rund 200 Millionen Euro an Erträgen aus dem Vorjahr, die in der ersten Jahreshälfte realisiert werden müssen. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Betriebsergebnis zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Ende 2025 erreichte der Auftragsbestand mit 6,68 Milliarden Euro einen Rekordwert.
Die Märkte reagierten auf die neuen Aufträge jedoch verhalten. Anleger zeigen sich besorgt über die fehlende Transparenz zum finanziellen Volumen des Deals. Technisch betrachtet hat sich die Renk-Aktie weiter von ihrem 50-Tage-Durchschnitt entfernt und wichtige Unterstützungsmarken unterschritten, wodurch sich der Abwärtstrend der letzten 30 Tage verlängert.
Der jüngste Auftrag festigt Renks Position als zentraler Zulieferer für militärische Fahrzeugprogramme. Die Lieferungen erstrecken sich über mehrere Jahre und tragen damit zu langfristigen Erträgen bei. Dennoch spiegelt die aktuelle Aktienperformance anhaltende Unsicherheiten über die finanziellen Details und die Marktbedingungen wider.






