Spargelsaison in Brandenburg startet mit Rekordkosten und Hoffnung auf gute Ernte
Nina BrandtSpargelsaison in Brandenburg startet mit Rekordkosten und Hoffnung auf gute Ernte
Offizieller Start der Spargelsaison in Brandenburgs größtem Anbaugebiet um Beelitz
Die Spargelsaison hat in Brandenburgs wichtigstem Anbaugebiet rund um Beelitz offiziell begonnen. Landwirte bieten das edle Gemüse zu Preisen zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm an – doch in diesem Jahr sind die Kosten deutlich gestiegen. Höhere Löhne und gestiegene Spritpreise belasten die Gewinne, noch bevor die Ernte ihren Höhepunkt erreicht.
Für 2025 wird eine reichliche Ernte erwartet: Brandenburg könnte fast 19.000 Tonnen Spargel produzieren. Doch die Anbauer kämpfen mit wachsenden finanziellen Herausforderungen. Die jüngste Erhöhung des Mindestlohns treibt die Arbeitskosten in die Höhe, während die Dieselpreise – angeheizt durch die Spannungen im Iran – bei manchen Betrieben alle zehn Tage rund 5.000 Euro zusätzliche Kosten verursachen.
Wettbewerb aus dem Ausland verschärft die Lage Günstige Importe aus Spanien, Mexiko und Griechenland setzen die heimischen Produzenten unter Druck. Gleichzeitig halten Supermärkte die Preisschraube an und lassen den Landwirten kaum Spielraum, um die steigenden Ausgaben auszugleichen.
Mit zunehmender Erntemenge dürften die Preise an den Marktständen jedoch sinken. Zur Hochsaison könnte sich der Spargel bei etwa 10 bis 12 Euro pro Kilogramm einpendeln – eine Entlastung für die Käufer.
Zwischen guter Ernte und hohen Kosten Brandenburgs Spargelbauern stehen vor einer gemischten Bilanz: Einerseits versprechen hohe Erträge gute Erlöse, andererseits belasten steigende Kosten die Wirtschaftlichkeit. Da Importe und die Preispolitik der Supermärkte wenig Spielraum lassen, hängt der Erfolg der Saison davon ab, wie gut die Landwirte die Ausgaben mit der schwankenden Nachfrage in Einklang bringen. Zwar werden die Preise im Laufe der Ernte voraussichtlich nachgeben, doch die Anfangshürden bleiben hoch.






