ZDK fordert digitale Revolution bei Fahrzeugdaten für mehr Transparenz
Theo SchmidtZDK fordert digitale Revolution bei Fahrzeugdaten für mehr Transparenz
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) setzt sich für grundlegende Änderungen bei der Bereitstellung von Fahrzeuginformationen für Käufer ein. Die Vereinigung fordert die Abschaffung des aktuellen papierbasierten Kennzeichnungssystems zugunsten einer vollständig digitalen Lösung. Nach Angaben des ZDK würde dieser Wandel den Zugang zu Verbrauchsdaten, Emissionen und anderen wichtigen Angaben erleichtern und den Vergleich zwischen Modellen vereinfachen.
Laut dem Vorschlag würden die Hersteller eine zentrale "Klimadatenbank" mit aktuellen Fahrzeugdaten pflegen. Dieses System soll die bisherigen Papieretiketten in Autohäusern ersetzen, die der ZDK als veraltet und ineffizient kritisiert. Die digitale Datenbank wäre frei zugänglich und würde Kunden ermöglichen, verschiedene Modelle direkt zu vergleichen.
Händler würden QR-Codes bereitstellen, die zur Datenbank verlinken, während Terminals für Kunden ohne Smartphone zur Verfügung stünden. Zudem ist eine Funktion geplant, mit der Käufer prüfen können, wie gut die offiziellen Angaben zu ihrem eigenen Fahrverhalten passen. Der ZDK schlägt vor, eine bestehende Datenstruktur der DAT als Grundlage zu nutzen, um Aufwand und Kosten zu reduzieren.
Die Vereinigung ist überzeugt, dass eine zentrale Datenpflege die Genauigkeit verbessern und Verbraucherschutzprobleme vermeiden würde. ZDK-Präsident Burkhard Weller hat die Europäische Kommission aufgefordert, EU-weit eine rein digitale Kennzeichnung durchzusetzen. Die Kommission könnte zudem für Transparenz sorgen und die Zuverlässigkeit der Informationen sicherstellen.
Falls der Vorschlag umgesetzt wird, wäre dies ein vollständiger Abschied von der papierbasierten Fahrzeugkennzeichnung in Deutschland. Kunden hätten sofortigen Zugang zu standardisierten Daten, während Händler nicht mehr auf physische Dokumente angewiesen wären. Der Plan wird nun mit EU-Regulierungsbehörden und Herstellern weiter beraten.






