Stadtwerke Mainz glänzt 2025 mit Rekord-Eigenkapital und Ökostrom für 180.000 Haushalte
Leni RichterStadtwerke Mainz glänzt 2025 mit Rekord-Eigenkapital und Ökostrom für 180.000 Haushalte
Stadtwerke Mainz (MSW) verzeichneten 2025 eine solide wirtschaftliche Lage mit einem Jahresüberschuss von rund 18,3 Millionen Euro. Das Unternehmen erreichte zudem eine branchenführende Eigenkapitalquote von 41,9 Prozent. Seine Projekte im Bereich erneuerbare Energien erzeugten genug Strom, um etwa 180.000 Haushalte zu versorgen.
Die Erfolge von MSW beschränkten sich nicht auf die Finanzen: Die Anlagen für erneuerbare Energien deckten einen beträchtlichen Bedarf, während das Fahrradverleihsystem meinRad einen deutlichen Nutzerzuwachs verzeichnete. Die Ausleihen stiegen um 80 Prozent auf über 325.000 Fahrten im Jahr 2025.
Die Mainz Netze GmbH, Teil der Unternehmensgruppe, verwaltete die kritische Infrastruktur für rund 550.000 Einwohner. Dazu gehörten Strom-, Gas- und Trinkwassernetze, wobei zusätzlich 272.000 Menschen mit Wasser beliefert wurden. Das Unternehmen war zudem für die Wartung von etwa 26.500 Straßenlaternen in Mainz und Umgebung zuständig.
Herausforderungen gab es im Öffentlichen Nahverkehr: Die Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) beförderte rund 56 Millionen Fahrgäste – leicht weniger als 2024. Bauarbeiten und Schienenersatzverkehr trugen zu diesem Rückgang bei. Um die Dienstleistungen zu verbessern, bestellte MSW 22 neue Straßenbahnen, 42 Dieselbusse und 23 E-Busse.
Die Sanierung des Taubertsbergbads erlitt Rückschläge, nachdem der beauftragte Bauunternehmer Insolvenz anmelden musste. Dennoch besuchte das Freibad im Jahr 2025 etwa 97.000 Gäste.
Der Jahresüberschuss von 18,3 Millionen Euro ergab sich nach Berücksichtigung einer 33-Millionen-Euro-Subvention, die Verluste der MVG sowie Zahlungen an die Stadt deckte. Mit Investitionen in Verkehr und Infrastruktur will das Unternehmen die Leistungen für die Bürger in den kommenden Jahren weiter ausbauen.
