Stuttgarter Apotheke revolutioniert Rezeptabrechnung mit digitaler Plattform
Leni RichterStuttgarter Apotheke revolutioniert Rezeptabrechnung mit digitaler Plattform
Apotheke in Stuttgart nutzt als Erste Scanacs-Plattform für Abrechnung von Papierrezepten mit der AOK Baden-Württemberg
Eine Apotheke in Stuttgart ist die erste, die Rezeptabrechnungen auf Papierbasis mit der AOK Baden-Württemberg über die Scanacs-Plattform abwickelt. Das neue System ermöglicht eine schnellere Abrechnung und Auszahlung – sowohl für Papier- als auch für E-Rezepte. Allein im Januar rechnete die Apotheke auf diesem Weg Rezepte im Wert von über 80.000 Euro ab.
Der Durchbruch gelang, als die Stuttgarter Apotheke im Januar Muster-16-Papierrezepte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 80.000 Euro abgerechnet hat – darunter befand sich auch ein Einzelrezept mit einem Wert von über 40.000 Euro. Das System erlaubt es Apotheken, Rechnungen bereits Mitte des Monats einzureichen, was die Auszahlung bei teuren Rezepten beschleunigt.
Für die Apotheken entsteht durch das neue Verfahren kein zusätzlicher Aufwand. Sie können so oft abrechnen wie nötig, wobei die Zahlungen innerhalb von zehn Tagen garantiert werden. Scanacs-Geschäftsführer Frank Böhme bezeichnete die Entwicklung als Meilenstein und will sie noch vor Ende der Übergangsphase zum Standard machen.
Der Arzneimittelversorgungsvertrag (AVV) der AOK Baden-Württemberg schreibt vor, dass Apotheken ein einheitliches Abrechnungsverfahren nutzen müssen – entweder die Eigenabrechnung oder eine Clearingstelle. Scanacs steht bereits mit anderen Krankenkassen in Verhandlungen, um das System auszuweiten. Langfristig soll der Prozess so vereinfacht werden, dass Apotheken künftig keine Scanner mehr installieren müssen.
Viele Apotheken zeigen großes Interesse an der Möglichkeit, bereits mittmonatlich abrechnen zu können. Damit lässt sich die Auszahlung hochpreisiger Papierrezepte beschleunigen – und das ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand.
Das neue System verarbeitet bereits jetzt große Rezeptmengen effizient. Die Zahlungen erfolgen innerhalb von zehn Tagen, und Apotheken können mehrmals im Monat abrechnen. Bei flächendeckender Einführung könnte es die Abwicklung von Rezepten in ganz Deutschland verändern.






