SV Wehen Wiesbaden kämpft mit Aktion für mehr Sichtbarkeit von ME/CFS und Long COVID
Nina BrandtSV Wehen Wiesbaden kämpft mit Aktion für mehr Sichtbarkeit von ME/CFS und Long COVID
SV Wehen Wiesbaden startet Aufklärungskampagne beim Heimspiel gegen den VfL Osnabrück am 3. Mai 2023
Der Verein setzt sich mit einer besonderen Aktion für die Bekanntmachung von Myalgischer Enzephalomyelitis (ME/CFS), Long COVID sowie Post-Vakzinations-Syndrom (Post-Vac) ein. Dabei arbeitet der Club mit Empty Stands zusammen, einer von Fans initiierten Selbsthilfegruppe für Betroffene von ME/CFS, Long COVID und Post-Vac. Die Organisation setzt sich für mehr öffentliches Verständnis und eine bessere medizinische Versorgung ein.
Am Spieltag informiert ein Stand über ME/CFS – eine schwere, oft durch Infektionen ausgelöste Multisystemerkrankung. Ein zentrales Symptom ist die belastungsinduzierte Verschlechterung (Post-Exertional Malaise, PEM), bei der körperliche oder geistige Anstrengung den Zustand der Patient:innen deutlich verschlimmert. Einige Long-COVID- und Post-Vac-Betroffene erfüllen zudem die Diagnosekriterien für ME/CFS, von der in Deutschland schätzungsweise 650.000 Menschen betroffen sind.
Um die Initiative zu unterstützen, sammelt der Verein Pfandbecher, deren Erlös an die ME/CFS Forschungsstiftung geht. Zudem lädt der Club Betroffene und ihre Angehörigen ein, das Spiel aus der Lounge zu verfolgen – eine ruhigere und komfortablere Alternative zum Stadionbesuch.
Ziel der Kampagne ist es, die oft missverstandenen Erkrankungen stärker in den öffentlichen Fokus zu rücken. Die gesammelten Mittel fließen in die Forschung, während der Verein Betroffenen und ihren Familien einen geschützten Raum bietet.






