Tialini schließt letzte Filiale – das Aus für Wiedekings Restauranttraum
Nina BrandtTialini schließt letzte Filiale – das Aus für Wiedekings Restauranttraum
Tialini, die italienische Restaurantkette, die einst vom ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking unterstützt wurde, hat offiziell alle ihre Standorte in Deutschland geschlossen. Die letzte Filiale in Karlsruhe schloss am 18. März 2026 ihre Türen und setzte damit dem ehrgeizigen Expansionsvorhaben des Unternehmens ein Ende.
Die Kette war 2013 von Wiedeking gegründet worden, der mit hochwertigem Essen und Service eine Marktlücke füllen wollte. Ursprünglich war geplant, rund 100 Restaurants in deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, München und Köln zu eröffnen. Doch statt der angestrebten Zahl entstanden lediglich fünf Standorte – weit hinter den ursprünglichen Zielen zurück.
2025 kündigte Alena Wiedeking, die Schwiegertochter von Wendelin Wiedeking und Geschäftsführerin von Tialini, den Rückzug aus dem deutschen Gastronomiemarkt an. Damit leitete sie den vollständigen Ausstieg ein; der letzte verbleibende Standort in Karlsruhe schloss im März 2026.
Einige der frei gewordenen Tialini-Räumlichkeiten wurden inzwischen von L'Osteria, einer anderen italienischen Restaurantkette, übernommen. Mit der Schließung verschwindet Tialini spurlos aus Deutschland – und damit auch das einst vielversprechende Projekt.
Die Aufgabe aller Tialini-Standorte besiegelt das Ende eines Unternehmens, das einst große Pläne hatte. Der Rückzug aus Deutschland folgt auf Jahre mit zurückgefahrenen Geschäften und unerfüllten Expansionszielen. Dass L'Osteria einige der Standorte übernimmt, unterstreicht den Wandel in der deutschen Restaurantbranche.






