29 June 2026, 06:14

Volkswagen plant radikale Werksschließungen und tausende Stellenstreichungen bis 2030

Volkswagen plant, vier Fabriken zu schließen

Volkswagen plant radikale Werksschließungen und tausende Stellenstreichungen bis 2030

Volkswagen steht vor großen Herausforderungen in seinen deutschen Werken. Durch Überkapazitäten ist die Produktionsauslastung gesunken – einige Standorte arbeiten mit weniger als 60 Prozent ihrer Kapazität. Das Unternehmen plant nun umfassende Umstrukturierungen, um die Effizienz wiederherzustellen.

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Die Werke in Zwickau und Emden fertigen zwar Batterie-Elektrofahrzeuge, laufen aber ebenfalls unterausgelastet. Betroffen sind auch die Standorte Hannover und das Audi-Werk in Neckarsulm, in denen zusammen rund 40.000 Beschäftigte arbeiten. Insgesamt schätzt Volkswagen die ungenutzte Produktionskapazität in Europa auf bis zu 800.000 Fahrzeuge.

2024 einigte sich der Konzern auf die Schließung von drei deutschen Werken und den Abbau von 30.000 Arbeitsplätzen. Konzernchef Oliver Blume hat zudem vorgeschlagen, bis 2030 vier Standorte zu schließen und die Belegschaft um 100.000 Stellen zu verringern. Damit soll den höheren Produktionskosten in Europa im Vergleich zu Asien – insbesondere China – begegnet werden.

Der Gewinn pro Fahrzeug stieg von 3.200 Euro im Jahr 2016 auf 5.300 Euro in 2024. Dennoch hat Volkswagen über 5,5 Milliarden Euro in Rivian investiert, um seine Softwarekompetenz zu stärken. Die Gewerkschaften, darunter die IG Metall, lehnen die Pläne vehement ab und drohen mit Widerstand „mit allen Mitteln“.

Die Umstrukturierung umfasst Stellenstreichungen, Werksschließungen und organisatorische Änderungen. Volkswagen betont, dass entschlossenes Handeln notwendig sei, um die deutschen Werke wieder voll auszulasten. Die Vorschläge bleiben jedoch umstritten – die Gewerkschaften kündigen an, gegen die Maßnahmen zu kämpfen.

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