29 April 2026, 16:28

Vom Kriegsversprechen zum Traumhotel: Die magische Wiedergeburt von Lou Calen in der Provence

Eine historische Karte von Nordamerika im 18. Jahrhundert, die die englischen, französischen und spanischen Territorialansprüche und -besetzungen zu Beginn des Franzosen- und Indianerkriegs zeigt, mit farblich unterlegten und beschrifteten Bereichen in einem dekorativen Rahmen.

Vom Kriegsversprechen zum Traumhotel: Die magische Wiedergeburt von Lou Calen in der Provence

Ein historisches Hotel in Cotignac, Frankreich, hat nach über zwei Jahrzehnten des Leerstands wieder seine Türen geöffnet. Unter dem Namen Lou Calen ist es heute ein beliebter Rückzugsort für amerikanische Gäste, die nach Ruhe und naturverbundener Erholung suchen. Die Geschichte des Hotels reicht zurück bis zu einem jungen Mädchen, einem Kriegsversprechen und einem Leben voller Gastfreundschaft.

Die Wurzeln des Hotels liegen im Jahr 1944, als die damals zehnjährige Huguette während der Befreiungsfeiern von Cotignac von einem amerikanischen Soldaten einen Ring geschenkt bekam. Jahrzehnte später zog sie nach Palm Springs, wo sie den Soldaten wiedertraf. Nach ihrer Rückkehr nach Frankreich erwarb sie ein Haus neben einem Kloster in Cotignac und verwandelte es 1972 in ein Hotel mit Restaurant.

Im Laufe der Jahre empfing Lou Calen prominente Gäste wie David Bowie und Mitglieder von Pink Floyd. Doch 1999 schloss Huguette das Haus, das daraufhin über 20 Jahre lang verwaist blieb.

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Erst 2015 kaufte der kanadische Unternehmer Graham Porter das Anwesen und erweckte es als ganzjähriges Reiseziel zu neuem Leben. Er erweiterte das Hotel um ein Kunstzentrum, eine Bar, ein mit einem Michelin Grünen Stern ausgezeichnetes Restaurant und neue Gästezimmer. Diese Modernisierungen zogen ein internationales Publikum an – insbesondere Amerikaner, die von der entspannten Atmosphäre und dem ländlichen Charme angezogen werden.

Mittlerweil in ihren 90ern, bleibt Huguette dem Lou Calen eng verbunden. In einem veröffentlichten Kochbuch teilt sie ihre Leidenschaft für die provenzalische Küche und bewahrt so ihr Erbe. Aus einem vergessenen Gebäude wurde ein blühendes Refugium – eine Mischung aus Geschichte, modernen Annehmlichkeiten und malerischer Umgebung, die Gäste aus aller Welt anlockt. Die Wiederbelebung des Hotels bewahrt auch Huguettes Geschichte: eine Erzählung von Kriegsinnerungen, Gastfreundschaft und bleibenden Verbindungen.

Quelle