Waldkirch plant Schließung des Grundbuchamts bis Ende 2026
Waldkirchs Stadtrat stimmt im März 2026 über Schließung des örtlichen Grundbuchamts ab
Die Schließung des kommunalen Grundbuchamts in Waldkirch soll im März 2026 beschlossen werden. Der Schritt folgt einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Präsenzdienstleistungen: Die Anzahl der Anfragen sank von über 100 im Jahr 2015 auf nur noch 37 im vergangenen Jahr. Nach Angaben der Verwaltung ist der Betrieb des Amtes nicht mehr kostendeckend und praktisch nicht mehr vertretbar.
Die Behörden haben bereits empfohlen, die Schließung so schnell wie möglich umzusetzen. Jede Anfrage kostet zwar 10 Euro, beansprucht jedoch 30 Minuten Bearbeitungszeit – was das Angebot wirtschaftlich unrentabel macht. Hinzu kommt der administrative Aufwand, da die Bearbeitung sensibler Grundstücksdaten die kommunalen Sachbearbeiter zusätzlich belastet.
Bürger können künftig weiterhin Grundbuchauszüge online über das Amtsgericht Emmendingen beantragen. Die Umstellung würde den Bedarf an persönlichen Terminen entfallen lassen und den Verwaltungsaufwand verringern. Die endgültige Genehmigung muss jedoch vom Justizministerium Baden-Württemberg erteilt werden. Je nach Verordnung könnte die Schließung entweder zum 30. Juni oder zum 31. Dezember in Kraft treten.
Bisher haben keine anderen kommunalen Grundbuchämter in der Region ähnliche Pläne angekündigt. Die Entscheidung in Waldkirch ist eine direkte Folge der geringen Nutzung und des hohen Aufwands, der mit dem Betrieb verbunden ist.
Falls der Beschluss durchgeht, würde die Schließung die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter verringern und überflüssige Termine abschaffen. Die Stadt setzt stattdessen auf digitale Alternativen, die bei den meisten Bürgern bereits die bevorzugte Methode sind. Die endgültige Abstimmung am 25. März 2026 wird zeigen, ob das Amt endgültig seine Türen schließt.






