Wasserknappheit und Klimawandel bedrohen Kreditentscheidungen und Investitionen
Leni RichterWasserknappheit und Klimawandel bedrohen Kreditentscheidungen und Investitionen
Naturrisiken gewinnen bei Kreditentscheidungen zunehmend an Bedeutung und veranlassen Unternehmen, strukturierte Risikobewertungen einzuführen. Finanzinstitute, darunter die Bundesbank und Versicherer, berücksichtigen diese Risiken nun stärker in ihren Berechnungen.
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat steigende Temperaturen als erhebliche wirtschaftliche Gefahr hervorgehoben. Seine größte Sorge gilt der Wasserverfügbarkeit: Dürren, sinkende Grundwasserstände und schrumpfende Seen bedrohen die Versorgung.
Viele Unternehmen sind auf eine zuverlässige Wasserversorgung angewiesen. Rückläufige Reserven könnten künftige Investitionen in betroffenen Regionen hemmen. Auch die öffentliche Toleranz gegenüber Wasserknappheit beeinflusst die Unternehmensführung.
Trotz wachsender Bedenken ist das Bewusstsein für wasserbezogene Risiken in der Wirtschaft noch gering. Kreditgeber reagieren, indem sie Risikobewertungen zu einem festen Bestandteil ihrer Prozesse machen.
Unternehmen stehen unter Druck, Naturrisiken in ihrer Planung stärker zu berücksichtigen. Wasserknappheit, angetrieben durch den Klimawandel, stellt eine direkte Bedrohung für Betrieb und Investitionen dar. Finanzinstitute passen ihre Richtlinien an, um diesen neuen Realitäten Rechnung zu tragen.
