Wie höhere Tabaksteuern die Gesundheit schützen und das System entlasten
Theo SchmidtWie höhere Tabaksteuern die Gesundheit schützen und das System entlasten
Höhere Tabaksteuern könnten der öffentlichen Gesundheit großen Nutzen bringen – das zeigen aktuelle Entwicklungen. Bereits jetzt halten höhere Preise junge Menschen davon ab, mit dem Rauchen anzufangen, und helfen anderen, damit aufzuhören. Nun mehren sich die Forderungen, die Einnahmen aus der Tabakbesteuerung direkt in die Gesundheitsversorgung fließen zu lassen.
Das Hauptziel der Tabaksteuern war schon immer, Sucht zu verringern und Krankheiten wie Krebs vorzubeugen. Studien belegen: Steigen die Preise, greifen weniger Jugendliche zur Zigarette. Gleichzeitig fällt es vielen Rauchern leichter, den Ausstieg zu schaffen.
Doch die finanziellen Folgen des Rauchens treffen nicht nur Einzelne. Langfristig tragen Versicherungen, Arbeitgeber und das Gesundheitssystem die Kosten für die Behandlung rauchbedingter Erkrankungen. Daher gibt es nun Vorschläge, einen angemessenen Anteil der Tabaksteuereinnahmen direkt in den Gesundheitsfonds zu leiten.
Eine deutliche Erhöhung der Tabaksteuern wäre ein echter Gewinn für die öffentliche Gesundheit. Die zusätzlichen Mittel könnten helfen, die durch das Rauchen verursachten medizinischen Ausgaben zu decken – und gleichzeitig den Konsum weiter eindämmen.
Die Erfahrung zeigt: Höhere Tabakpreise wirken – besonders bei jungen Menschen sinkt der Konsum. Würde ein größerer Teil der Steuereinnahmen in die Gesundheitsvorsorge fließen, ließe sich die langfristige Belastung durch den Tabakkonsum besser bewältigen. Eine solche Politik würde nicht nur die Suchtraten weiter drücken, sondern auch die Haushalte im Gesundheitswesen entlasten.






