WM-Debakel: Nagelsmanns Deutschland steht nach Ecuador-Pleite vor dem Paraguay-Test
Nina BrandtWM-Debakel: Nagelsmanns Deutschland steht nach Ecuador-Pleite vor dem Paraguay-Test
Die deutsche WM-Kampagne hat mit Unsicherheit und kritischen Blicken begonnen. Die jüngste 1:2-Niederlage gegen Ecuador legte eklatante Schwächen des Teams offen. Bundestrainer Julian Nagelsmann steht nun unter Druck, diese Probleme bis zum nächsten Spiel gegen Paraguay zu lösen.
Die Niederlage gegen Ecuador zeigte die defensive Brüchigkeit der Deutschen und den Mangel an kreativen Offensivlösungen. Nagelsmann selbst räumte vor dem Paraguay-Spiel Defizite in der körperlichen Präsenz und in Zweikampfsituationen ein. Die Offensive wird zudem für ihre Vorhersehbarkeit kritisiert – zu viele Spieler bieten ähnliche Fähigkeiten, ohne echte Alternativen zu schaffen.
Auch die Erfahrung von Torhüter Manuel Neuer kann die generellen Abwehrschwächen nicht kaschieren. Paraguay, in der Gruppenphase eher unauffällig, hat in der Qualifikation bereits Top-Teams wie Brasilien und Argentinien geschlagen. Die deutsche Mannschaft, sonst oft stark gegen favorisierte Gegner, tut sich zunehmend schwer gegen taktisch disziplinierte Teams.
Nathaniel Brown und Deniz Undav waren mit ihrer Explosivität und Dynamik selten helle Punkte in einem sonst trüben Bild. Doch es gelingt dem Team nicht, eine positive Erzählung zu entwickeln – und das politische Schweigen der Spieler lenkt die Aufmerksamkeit nur noch stärker auf die sportlichen Misserfolge.
Mit hoher Erwartungshaltung geht Deutschland in die Partie gegen Paraguay. Die Mannschaft muss defensiv stabiler stehen und offensiv kreativer agieren, um weitere Rückschläge zu vermeiden. Scheitert sie daran, könnte der WM-Traum bereits früh enden.
