Neue Integrationskurs-Regelung gefährdet Deutschlernen für Zehntausende
Leni RichterNeue Integrationskurs-Regelung gefährdet Deutschlernen für Zehntausende
Eine neue Regelung zu Integrationskursen droht Zehntausenden Menschen den Zugang zum Deutschlernen zu verwehren. Der Schritt stößt bei Politikern und Sprachschulen gleichermaßen auf scharfe Kritik. Ohne diese Kurse könnten Geflüchtete und Asylsuchende noch größere Schwierigkeiten haben, eine qualifizierte Arbeit zu finden.
Der Innenminister verweigert die Genehmigung neuer Anmeldungen für Integrationskurse – obwohl der Bundestag die Mittel für 2026 bereits aufgestockt hat. Sollte die Entscheidung bestehen bleiben, würden rund 129.500 potenzielle Teilnehmende abgewiesen. Besonders betroffen wären Ukrainer:innen und Asylbewerber:innen.
Sprachkursanbieter stecken aufgrund der Einschränkungen bereits in finanziellen Schwierigkeiten. Viele warnen, dass Jahre des Fortschritts in der Integrationspolitik nun zunichtegemacht werden könnten. Filiz Polat, stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss, wirft der Bundesregierung vor, den Zugang zu diesen essenziellen Programmen gezielt zu blockieren.
Ohne sprachliche Unterstützung wird es für Geflüchtete noch schwerer, faire und qualifizierte Arbeitsplätze zu finden. Die langfristigen Folgen der Regelung könnten die Kluft bei der Arbeitsmarktteilhabe und der sozialen Integration weiter vertiefen.
Die geplanten Beschränkungen bringen viele Sprachschulen in eine prekäre Lage. Zehntausende könnten die Chance verlieren, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Die Konsequenzen könnten die Integrationsbemühungen schwächen und die wirtschaftlichen Perspektiven für Menschen verschlechtern, die ohnehin schon mit Hürden kämpfen.






