Brandenburg setzt auf freiwillige **Fusionen** statt auf Zwangsreformen in Kommunen

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Gebäude mit Fenstern, einem Banner und Fahnen an Stangen unten sowie einem Baum mit Zweigen.

Minister ruft Gemeinden auf, vermehrt freiwillige Fusionen anzustreben - Brandenburg setzt auf freiwillige **Fusionen** statt auf Zwangsreformen in Kommunen

Brandenburgs Innenminister Michael Wilke hat eine erneute groß angelegte Gebietsreform auf kommunaler Ebene ausgeschlossen. Stattdessen setzt er auf freiwillige Fusionen, gemeinsame Dienstleistungen oder Sammelgemeinden, um die Effizienz zu steigern. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der sich eine Stadt darauf vorbereitet, die einzige bestehende Sammelgemeinde des Landes zu verlassen.

Die letzte große Reform in Brandenburg fand 2003 statt und reduzierte die Zahl der Kommunen von 1.479 auf 422. Wilke betont, dass es keine Wiederholung eines solchen umfassenden Umbaus geben werde. Veränderungsdruck solle seiner Meinung nach von den Kommunalvertretungen ausgehen und nicht von der Landesregierung.

Aktuell gibt es in Brandenburg nur eine Sammelgemeinde, die 2019 im Landkreis Elbe-Elster gegründet wurde. Vier Städte schlossen sich zusammen, um Kosten zu teilen und die Verwaltung zu straffen. Doch Falkenberg hat nun beschlossen, sich im Herbst 2025 aus diesem Verbund zurückzuziehen. Dennoch sieht Wilke darin kein Scheitern des Modells.

Der Minister warnt zudem, dass viele Kommunalverwaltungen Schwierigkeiten haben werden, zehn Prozent ihrer Stellen zu besetzen. Als Lösung schlägt er freiwillige Zusammenarbeit vor – etwa gemeinsame Verwaltungsdienste oder Fusionen –, statt zu Zwangsstrukturen zu greifen.

Wilkes Ansatz setzt auf lokale Eigeninitiative statt auf Reformen von oben. Mit dem Austritt Falkenbergs wird Brandenburg außerhalb von Elbe-Elster keine Städte in Sammelgemeinden mehr haben. Vorerst verlässt sich das Land auf freiwillige Lösungen, um die Effizienz der Kommunalverwaltung zu verbessern.

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