Boris Palmer bleibt beim N-Wort – warum seine Haltung polarisiert wie kaum eine andere

Palmer wird weiterhin das 'N-Wort' verwenden - Boris Palmer bleibt beim N-Wort – warum seine Haltung polarisiert wie kaum eine andere
Boris Palmer, der parteilose Oberbürgermeister Tübingen, verteidigt weiterhin seine Verwendung des N-Worts – trotz wiederholter Kritik. Seine Haltung sorgt für Kontroversen, da Kritiker betonen, dass der Begriff eine tiefe historische Verletzung trägt. Palmer jedoch besteht darauf, dass nicht das Wort selbst, sondern der Kontext entscheidet, ob seine Verwendung beleidigend ist.
Die Debatte um Palmers Wortwahl entbrannte erstmals 2021, als er das N-Wort in einem Facebook-Post über den ehemaligen Fußballspieler Dennis Aogo verwendete. Der Vorfall löste Ermittlungen und disziplinarische Maßnahmen aus, schwere Sanktionen blieb er jedoch erspart. Zwei Jahre später, 2023, verließ er die Grünen nach einem weiteren Eklat, als er das Wort bei einer Migrationskonferenz erneut nutzte.
Palmer lehnt die Vorstellung ab, dass allein das Aussprechen eines Wortes Schuld erzeugen oder Schaden anrichten könne. Er vergleicht das N-Wort mit anderen beleidigenden Begriffen und weist die Behauptung zurück, es sei von Natur aus schlimmer als Verweise auf Hitler oder den Holocaust. Zwar räumt er ein, es sei ein Fehler gewesen, sich auf eine Diskussion einzulassen, die die Gefahr barg, den Holocaust zu verharmlosen – an seiner grundsätzlichen Argumentation hält er jedoch fest. Seine Position stützt sich auf philosophische Ideen, insbesondere von Denkern wie Michel Foucault und Noam Chomsky. Palmer argumentiert, Sprache werde von sozialen Konstruktionen geprägt, und stellt infrage, ob Tabus rund um Rassismus oder Antisemitismus als absolut zu betrachten seien. Für ihn hängt die Bedeutung davon ab, wie und warum ein Wort verwendet wird – nicht vom Wort allein.
Trotz der Skandale wurde Palmer 2022 als parteiloser Oberbürgermeister wiedergewählt. Seine Weigerung, zurückzuweichen, hält die Debatte am Köcheln: Unterstützer loben sein Eintreten für Meinungsfreiheit, Kritiker verwerfen seine Verharmlosung historischen Leids.
Palmer bleibt im Amt und betont, sein Umgang mit Sprache sei eine Frage des Prinzips, nicht der Provokation. Die wiederholten Affären haben seine politische Karriere nicht beendet, aber seinen Ruf als polarisierende Figur gefestigt. Seine Argumente stellen weiterhin gängige Auffassungen zu beleidigender Sprache und ihren Folgen infrage.

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